Warum hättest du fast Max Giesingers Erfolg verhindert, Lars Brand?
Shownotes
Als Schlagzeuger sitzt Lars Brand regelmäßig auf der Bühne. Als Musikmanager zieht er die Fäden hinter den Kulissen. Seit vielen Jahren begleitet er seinen Freund Max Giesinger auf dessen Weg durch die deutsche Musikszene – und hätte einen der größten Hits der Karriere beinahe verhindert. Wie das passieren konnte, erzählt er in der aktuellen Episode des GN-Podcasts „Hinter den Schlagzeilen“. In dieser Folge spricht Steffen Burkert mit seinem Gast über die ungewöhnliche Geschichte eines Nordhorners, der vom Proberaum in der Grafschaft bis in die erste Reihe des deutschen Musikgeschäfts gekommen ist. Wie erkennt man das Potenzial eines künftigen Stars? Was macht ein guter Musikmanager? Und warum reichen Talent und gute Songs allein oft nicht aus? Das sind Fragen, zu denen Lars Brand Interessantes aus erster Hand berichten kann. Außerdem geht es um die Anfänge mit der damals überaus erfolgreichen Nordhorner Schülerband „Picture Perfect“, die Ausbildung an der renommierten Popakademie Mannheim, die Zusammenarbeit mit Max Giesinger und den ebenfalls aus Nordhorn stammenden „ItaloBrothers“ sowie die Veränderungen der Musikbranche durch Streaming und Künstliche Intelligenz. Lars Brand und Steffen Burkert führen im GN-Podcast-Studio ein Gespräch über Freundschaft, Erfolg, Ausdauer und die Frage, was hinter den Kulissen passieren muss, damit Millionen Menschen einen Song hören. Und am Ende gibt Lars Brand Tipps, wie es talentierte Musiker selbst auf der Karriereleiter nach oben schaffen können.
Transkript anzeigen
00:00:00: Mein heutiger Gast ist Schlagzeuger und Musikmanager.
00:00:03: Unter anderem ist er seit vielen Jahren mit seinem Freund Max Giesinger unterwegs, arbeitet aber auch zum Beispiel mit den Italobrothers zusammen die wir hier in der Grafschaft ja gut kennen.
00:00:12: Er kommt aus Norton, lebt inzwischen in Hamburg und ist heute im Podcaststudio der Grafschafter Nachrichten zu Gast.
00:00:18: Ich blicke hinter die Schlagzeilen mit Lars Brandt
00:00:23: Hinter den Schlagzahlen!
00:00:24: Ein Podcast von Grafschaften Nachrichten Mit Steffen Burkhardt und Menschen aus der Region.
00:00:31: Hallo Lars, schön dass du da bist.
00:00:33: Hi Steffen,
00:00:33: ja danke das ich hier sein darf!
00:00:35: Lars Millionen Menschen kennen Maxi Giesinger Song.
00:00:39: Achtzig Millionen und Du hättest den Erfolg dieses Hits fast vermasselt, fast verhindert.
00:00:45: warum das denn?
00:00:46: Ja das ist richtig.
00:00:48: also zu der Zeit als wir den Song rausgebracht haben waren Musikvideos auf YouTube noch ein Riesending.
00:00:54: Das war ganz wichtig.
00:00:54: Also alle haben drauf geguckt.
00:00:56: wie sind die Klicks auf diesem Musikvideo?
00:00:58: Wie ist das Musikvideo an sich?
00:01:00: Was ist da drin?
00:01:01: Das heißt, es war enorm wichtig.
00:01:02: wie viele Aufrufe.
00:01:03: Wir sind die Kommentare und das war ganz anders.
00:01:05: heute guckt man auf Instagram oder Spotify aber damals war das die Währung schlechthin Und das Video war gerade so vier Wochen online.
00:01:12: der Song ging so ganz langsam los im Radio.
00:01:15: So wir hatten dass war das erfolgreichste video was wir jemals hatten.
00:01:18: zu dem Zeitpunkt haben wir schon einen Album veröffentlicht was jetzt so unter einem Radar ein bisschen lief.
00:01:23: Aber das hat sowas so ein Achtungserfolg.
00:01:25: und als wir dann achtzig Millionen rausgebracht haben ging es an, dass der Song so langsam nach oben ging.
00:01:29: Ich glaube wir hatten so vierhunderttausend Aufrufe.
00:01:31: das war für uns unfassbar.
00:01:33: und dann eines Abends, vier Wochen nach Release wollte ich dann so das Making-Off hochladen auf dem Kanal von Max Giesinger, wollt so zeigen wie wars beim Videodreh hinter den Kulissen.
00:01:43: und dann habe ich vom Videografen noch eine neue Version bekommen und da meinte er hier bitte die alte Löschen hatte schon hochgeladen.
00:01:50: ich setze das Häkchen Video löschen.
00:01:52: wollen sie das Video wirklich löschnen?
00:01:54: Ja klar!
00:01:55: hatte aber auch ein Häkchen beim Musikvideo von Achtzig Millionen gesetzt und löschen geklickt.
00:02:02: Und dann war so,
00:02:03: Scheiße!
00:02:04: Habe ich meinen Management-Partner Flo angerufen.
00:02:06: Flo guck mal schnell ist das Video noch da?
00:02:08: Ist die Video noch dort?
00:02:09: War nicht mehr da.
00:02:09: Ich habe also das Video gelöscht und ja, dann war Freitagabend.
00:02:14: Wir haben niemanden mehr erreicht bei der Plattenfirma und dann standen wir da, ich musste Max anrufen und sag Max, ich hab schon richtig scheiße gebaut.
00:02:22: Ja, das war eine der größten Lehren für mich auch immer zwei-drei Mal hinzugucken bevor man irgendeine wichtige Handlung macht in dieser ganzen digitalen Welt oder grundsätzlich auch an der Arbeitswelt.
00:02:33: Immer noch mal absichern.
00:02:35: also das war ne sehr große Lehre die sehr früh in der Karriere für mich kam in dem Job.
00:02:41: Es ist ja gut gegangen.
00:02:42: am Ende Wann hast du gemerkt?
00:02:45: Also du sagst immer wir reden natürlich darüber wie das alles so zustande gekommen ist.
00:02:49: Dann hast du gemerkt, dass Achtzig Millionen wirklich durch die Decke geht.
00:02:52: Dass das so ein Durchbruch für dich sein wird?
00:02:57: Es war eher ein dreistufiges Modell, weil Max hat den Song geschrieben und uns ihn geschickt.
00:03:02: Und dann war er schon so krass, es ist was Besonderes!
00:03:05: Ich habe den Song gehört.
00:03:06: Er hatte ihn im August für Zwei-Ton-Fünfzehn geschrieben... ...und da hat er den rumgeschickt.
00:03:12: Ich hab ihn angehört und habe direkt angerufen, weil der Max ist ein krass besonderer Song.
00:03:16: ist ja nicht ein bisschen zu poppig, also der kann im Radio gut funktionieren.
00:03:21: Aber ich weiß es nicht genau und ich war so okay.
00:03:24: das ist der Durchbruch.
00:03:25: Und auch mein damaliger Mitbewohner Stefan Gräf, der auch aus Stuttdorf Nordrhein-Osserkraftschaft kommt... ...und jetzt
00:03:30: Gitarist ist!
00:03:31: Auch Gitaristen
00:03:32: noch ist und mein bester Freund immer an meiner Seite seit zwanzig Jahren.
00:03:35: Der hat auch geweint als Ernsangörter.
00:03:37: Er meinte, dass ist der durchbruch!
00:03:38: Das heißt wir sind mit einem relativ guten Gefühl in diesen Release reingegangen weil wir dachten ok das ist eine sehr starke Song Als wir den Release haben, dann ging es so langsam los.
00:03:48: Also Max hatte schon so ein gutes Standing in der Branche aber er war noch lange kein Popstar oder so.
00:03:54: und dann ging's langsam los dass der Song so Aufmerksamkeit bekommen hat.
00:03:57: Es gab die ersten Interviews Der Song lief im Radio so ein bisschen... Der richtig große Durchbruch War dann aber vier Monate nach Release erst als die EM-Karriere vor dem Türstand Und die deutsche Nationalmannschaft immer besser gespielt hat.
00:04:12: Das heißt, wir sind immer eine Runde weitergekommen und das bedeutet es ist der Song auch in den Charts immer so ein bisschen höher gegangen ist.
00:04:18: Und dann bist du auf Platz zwei in den Charats gegangen und zu dem Zeitpunkt war der im Radio nicht mehr wegzudenken.
00:04:23: also da wussten wir so
00:04:24: okay
00:04:24: krass wir haben's geschafft.
00:04:26: Also Fußballwirtmeisterschaften sind ja sowieso manchmal so einen Booster für Songs oder für Bands.
00:04:31: Lass mal eben Schritt zurückgehen!
00:04:32: Du bist Schlachtzeuger bei Max Giesinger in einer Band?
00:04:34: Du bist aber vor allem auch Manager bei ihm.
00:04:36: Wie fing das an?
00:04:37: Wie hast du Max kennengelernt.
00:04:40: Also es fing so an, ich bin hier am Gymnasium Nord- und zur Schule gegangen... ...und da hing irgendwann so ein Aushang School Jam Band Contest.
00:04:50: Ich hatte meine Band hier Picture Perfect
00:04:52: Aber die reden wir gleich auch noch.
00:04:53: Ja genau.
00:04:54: Und dann habe ich mit dieser Band an diesem Contest teilgenommen.
00:04:57: Ich hab damals immer diese ganzen Sachen in die Hand genommen Organisation Heute wird man sagen Management.
00:05:02: Aber damals war's einfach so Ich mache die Arbeit auf die keiner Bock hat Diese Arbeit vom Computer, Mails schreiben etc.
00:05:08: Und bei diesem Contest sind wir relativ weit gekommen ins Niedersachsenfinale und waren da dann in der Top-Auswahl.
00:05:14: Da gab es so einen Voting.
00:05:15: Das heißt von jedem Landkreis gab es dieses Voting... ...und das gab's auch von Baden-Württemberg und Max ist ebenfalls in diese Finalrunde gekommen.
00:05:23: Er war in diesem Voting und hat immer geguckt wer die anderen Artists sind deutschlandweit?
00:05:28: Dann haben wir uns mit Max auf MySpace angefreundet Und Steffen.
00:05:32: MySpace
00:05:32: kennt heute kein Mensch mehr, aber das ist so ein Vorläufer von ... Ja, von was denn eigentlich?
00:05:37: Die erste Social Media Plattform würde ich sagen war super cool für Bands und man konnte sich gut connecten, man konnte direkt Musik hören.
00:05:43: Naja nachher haben wir Max halt über MySpace kennengelernt, wir haben ein bisschen hin- und hergeschrieben... und uns dann gemeinsam aufgeregt weil wir alle nicht ins Finale gekommen sind.
00:05:52: Dann Steffen hat eigentlich dafür gesorgt dass Max dann nach Nordhorn kommen, weil er meint lasst mal zusammen Mucke machen.
00:05:58: Man kann Max nach Nordhorn irgendwie dann lieber auf den ersten Blick als Max dann bei Steffen in der Wohnung stand und wir gemerkt haben so, wir verstehen uns super toll.
00:06:07: Und das war direkt der erste Abend im Verbrachteam waren total besonders und total schön.
00:06:11: Und von da an haben wir uns eigentlich nie wieder verlassen.
00:06:15: Also ich vergesse dann noch auf dem Konzert von Max Giesinger, der ist ja gerade hier in Nordhahn und Kapitol.
00:06:20: Der erzählt ja selber auch immer, dass im Grunde die Anfänge seiner Karriere eben hier in Nordhahn bei euch im Wohnzimmer sozusagen über Steffen oder bei dir stattgefunden haben was eben auch wirklich stimmt, wo viele so im Publikum vielleicht denken ah jetzt will er hier ein bisschen schleimen und so.
00:06:35: Aber es ist tatsächlich so.
00:06:37: Wann hast du gemerkt dass da richtig was draus werden kann?
00:06:41: Dass Max die Sänger das Zeug hat wirklich so ja einen Popstar zu.
00:06:47: Das ist eine gute Frage!
00:06:48: Die hat mir noch nie jemand gestellt.
00:06:50: also für mich war Max immer der beste Sänger den ich jemals kannte Auch bis heute macht das mit mir.
00:06:57: natürlich, weil wir so eine krasse Verbundenheit haben.
00:06:59: Auf freundschaftlicher Ebene, berufliche Ebene ist das für... Ich bin ich da nicht unbefangen aber für mich ist Max einer der geilsten Sänger die hier rumlaufen und ich habe auch relativ früh gecheckt.
00:07:09: er hat einfach nur so ne krasche Liebe für die Musik.
00:07:12: Da muss irgendwo ein Klavier im Raum stehen oder eine Gitarre.
00:07:15: Der setzt sich direkt da dran und dem ist alles andere dann auch egal.
00:07:18: es geht einfach nur um Musik.
00:07:20: Und was man dann auch relativ krass gemerkt er ist einfach durch einen Künstler Und hat halt diese organisatorische Seite gar nicht, aber für die Musik und die Kunst hatte einen unfassbaren Drive und eine unfassbare Liebe.
00:07:33: Da haben wir immer gemerkt okay der hat auf jeden Fall das Zeug dazu ein richtig krasser Popstar vor, aber vor allem Entertainer zu sein weil er auch ne ganz tolle menschliche Seite hat wie du es gestern Abend vielleicht gesehen hast kann toll erzählen.
00:07:45: dann nimmt die Leute mit egal in welchem Rahmen ob das vor zwanzigtausend Leuten ist oder eben wie gestern vor dreihundertfünfzig Menschen
00:07:52: Vom Wohnzimmer irgendwo in der Grafschaft auf die ganz großen Bühnen ist das ja echt ein langer Weg.
00:07:58: Wie ging das los?
00:07:59: Wie waren so die ersten Schritte in dieses professionelle Musikbusiness, bevor dann mit achtzehn Millionen irgendwann dieser Durchbruch kamen?
00:08:07: Also für mich eigentlich relativ früh ehrlicherweise weil ich habe mit drei Zehnen irgendwie nach was... Nach Identität gesucht glaube ich für mich auch als Als Teenie, als Mensch, wo will ich hin?
00:08:18: Ich hab dann schon immer Schlagzeug gespielt durch meinen Papa.
00:08:19: Wir hatten ein Schlagzug zu Hause.
00:08:21: Mein Vater war Musikschullehrer für vierzig Jahre hier in der Musikschule Nordhorn und war natürlich meine größte Inspirationsquelle und auch ... mein Kanal zum Musikmachen überhaupt also.
00:08:31: Da wollte ich gleich drauf... Dann ziehe ich das noch eben vor bevor wir so auf die einfache Karriere kommen weil wir wollen ja heute über dich sprechen und nicht bei Max Giesinger Und die Geschichte fängt ja hier an in Nordhorn.
00:08:43: Du bist Nordhorner du hast hier die ersten Schritte gemacht.
00:08:46: Wie bist du zu Musik überhaupt bekommen?
00:08:48: Dann drehen wir das mal ganz an den Anfang.
00:08:50: Was waren so deine ersten Schritte in die Musik, also ja dein Papa.
00:08:54: Ganz viele Nordern erkennen ihn als Musiker Wolfgang Brandt.
00:08:59: War das der Schlüssel?
00:09:00: oder war er der kleine Lars sowieso einer, der immer schon irgendwie Musik machen
00:09:05: wollte?
00:09:06: Also ich habe nicht so viel Erinnerung an mein zweijähriges, dreijähriges.
00:09:10: Ich aber was ich von Fotos und Videos kenne werden immer ein kleines Schlagzeug da.
00:09:14: Es waren überall kleine Musikinstrumenten, Trommeln.
00:09:17: Mein Papa hat Trumpeter studiert und war auch Schlagzeuglehrer.
00:09:22: Deshalb hatten wir auch immer ein Schlagzeuge da in der Nähe.
00:09:25: Und mein Papa hat auch ganz viel Konzerte gespielt.
00:09:27: Das heißt ich war mit zwei, drei, vier, fünf Jahren schon auf diesen Konzerten und hatte mal zugeguckt.
00:09:32: Und Schlagzeit war dann irgendwann die Wahl.
00:09:35: Ich hatte dieses Schlagzustück in der Hand.
00:09:36: Wir hatten einen kleinen Schlagzug zu Hause wo ich halt schon so ein Beat so halbwegs gut hinkriegen kann.
00:09:44: Und das war dann so mein Eintritt in diese Welt und auch ... Ich hab viel geschwistert,
00:09:49: d.h.,
00:09:50: es haben auch nicht alle Musik gemacht, ne?
00:09:51: Aber irgendwie mich hat's da dann hingezogen.
00:09:54: Und ich hatte dann in dieser Phase rund um dreizehn, vierzehn ... Das war wirklich so... Ich wollte eine Gang irgendwo, irgendwo musste ich hingehören und das hat mir so eine Identität gegeben.
00:10:06: Ich bin jetzt dieser Mucka und ich will jetzt Musik machen Helden.
00:10:11: also mich hat Musik unfassbar fasziniert.
00:10:14: Ich hatte ich habe Nirvana geliebt, ich hab die Foo Fighters gelieb Red or Chili Peppers.
00:10:18: Ich hab mir immer diese Live Videos angeguckt und wollte so genau da will ich hin.
00:10:22: Und dann habe ich einfach sehr viel Zeit in einem Schlagzeug verbracht und dieses Songs nachgespielt.
00:10:26: Und Schlachtzeug weil es da stand?
00:10:27: Also nicht dieses Vorurteil eines Spiels Schlachtstoff war ich kein Bock auf Noten lesen habt sondern weil's da war und weil's dir lag und weil Papa das auch ein Stück
00:10:35: von gelebt
00:10:36: hat.
00:10:36: Papa hat mir ein paar Grooves gezeigt.
00:10:38: hier probier mal so Halt mal die Schlagzeugstücke so, baue da mal drauf und dann gab's immer den möglichen Zugang.
00:10:44: Da bin ich auch so dankbar.
00:10:45: also ohne meinen Papa setz' sich jetzt ja nicht hier oder würde er nicht das machen was ich mache vielleicht Lehrer geworden oder so.
00:10:51: aber weil dieser Zugang so da war und so alltäglich war war das einfach für mich ein Riesengeschenk.
00:10:57: Dadurch, ich hatte eigentlich jeden Tag Zugang zum Schlagzeug was ja irgendwie auch total besonders ist.
00:11:02: Und
00:11:03: Eltern müssen das auch akzeptieren wenn da ständig getrommelt wird.
00:11:06: also ein Spaß ist das ja auch nicht immer.
00:11:09: Geige ist schlimmer glaube ich wenn du anfängst.
00:11:11: aber das stimmt wollen ja auch alle Eltern das permanent getrummelt wird.
00:11:17: Das
00:11:17: ist richtig.
00:11:18: unsere Nachbarn hatten noch einiges auszuhalten mit dem Schlagzerstand bei uns im Keller Und da habe ich halt wirklich eine Zeit lang jeden Tag, stundenlang gespielt.
00:11:25: Und diese Songs noch gespielt von Nirvana, Rator Chili Peppers und irgendwann hat mir das nicht mehr gereicht... ...und dann bin ich wirklich zum Skatepark gefahren hier in Norton.
00:11:33: Ich weiß nicht ob es noch gibt, nebst du den auch?
00:11:35: Ja, Daniel war...ich hätte fast gesagt bei der Eisporthalle aber die gibt's nicht mehr!
00:11:39: Die Eispithalle
00:11:39: gibt´s nicht mehr, aber genau, ein
00:11:40: Skate Park.
00:11:41: Den gibts noch, aber ziemlich runtergerockt glaube ich.
00:11:43: Okay ja, weil damals schon.
00:11:44: Da gab's aber einen Skater, der hieß Johannes Niederlein und der wusste sich der Spielgitarre Und ich wollte eine Band haben.
00:11:52: Ich wollte mein eigenes Nirwana, meine eigene Rhetor Chili Peppers haben und hab mich da hingefahren... ...und der war auch da und habe ihn gefragt.
00:11:58: Ey, ich spiele so eine Gitarre.
00:12:00: Wir kennen uns nicht!
00:12:01: Aber jemand hat mir erzählt, du schwillst Gitarren?
00:12:03: Wollen wir nicht zusammen
00:12:03: proben?!
00:12:04: Wie alt war's denn
00:12:05: da?
00:12:05: Dreizehn.
00:12:06: Okay.
00:12:06: Aber ich hatte diesen krassen Drive, ich will ne Band haben!
00:12:09: Der hat einfach gesagt, Dirklo, okay lass nächste Woche treffen!
00:12:11: Dann haben wir uns im Jugendzentrum getroffen, da gab es Proberäume und dann konnten wir da proben.. ..und dann kannte Johannes noch zwei aus seiner Klasse und dann haben wir unsere erste Band gegründet picture perfect,
00:12:22: die ja gleich richtig steil ging.
00:12:23: Also mit picture perfect ihr wart wenn ich mich richtig erinnere also aus der Zeit kennen wir uns ja tatsächlich weil ich da so meine ersten Schritte in den Lokaljournalismus gemacht habe.
00:12:32: und wenn ich mir richtig erinner hier war vorband von silbermond vor fünf sechs tausend leuten.
00:12:37: Ja warte mal in der schweiz bei the dome oder so.
00:12:40: Das war richtig groß.
00:12:42: wie kann das dass ihr als Schülerband aus northern so schnell so steil gegangen seid?
00:12:47: Das war wirklich einfach Fleiß und Arbeit.
00:12:50: Also wir haben dann angefangen Songs zu schreiben, damals noch sehr stümmerhaft.
00:12:53: Keiner von uns wusste wie das geht.
00:12:55: Wir haben uns irgendwie angucken gehen, wie sind andere Songs geschrieben?
00:12:58: Dann schauen wir es auch, wir haben einfach jede Woche zweimal geprobt über viele Jahre.
00:13:03: Und irgendwann haben wir auch ... Damals gab's ja noch regelmäßig Konzerte.
00:13:08: Das war so toll!
00:13:09: Es gab die Great Disaster Party, das waren Band-Konteste.
00:13:11: Also hier in Nordrhein, ne?
00:13:13: In der Scheune und in der Tenne, da gab's Charming for the Noises.
00:13:16: Das war auch so eine Konzertreihe.
00:13:18: Wir hatten einfach damals die Möglichkeit viel zu spielen.
00:13:20: das heißt wir sind auf der Bühne gewachsen, wir sind im Proberaum gewachsen... Und bei einem Bandcontest haben wir dann einen Produzenten-Dook hingelernt, Chris Müller, der auch schon mal hier war, Christian Sandberg.
00:13:29: Ja, krieg ich empfehlen die Episode!
00:13:31: Genau, das ist super habe ich auch gesehen.
00:13:32: Darauf wurde ich übrigens auch hier auf den Podcasts aufmerksam fand es total schön.
00:13:37: Die haben uns beim Songwriting geholfen und bei der Produktion.
00:13:40: Das heißt für uns war das ein bisschen der erste Step so ein bisschen in diese professionellere Welt rein.
00:13:46: Die haben uns auf musikalischer Seite ganz viel geholfen und ich habe mich tatsächlich jeden Tag nach der Schule hingesetzt und hab geguckt, wie können wir Konzerte spielen?
00:13:54: Wie schaffen wir es auf einem Festival stattzufinden?
00:13:56: Und dann habe ich einfach Mails rausgehauen.
00:13:58: Ich hatte meinen kleinen Computer und hab wirklich geguggelt, okay, E-Mail Adresse, Harry Kane Festival, E‑mail Adresse Rock am Ring.
00:14:05: natürlich nie eine Antwort bekommen aber ich habe Haus umweise Mails herausgeschoben Und dann kam auch ein bisschen was zurück.
00:14:10: Dann haben wir da mal in Haaren beim Rüten Rock Festival gespielt mit ein bisschen größeren Bands, dann haben wir damals gespielt.
00:14:16: also wir haben dann irgendwie ging das so los dass wir dann mit sechzehn, siebzehn überall so gespielt haben.
00:14:22: Parallel haben wir Songs auf MySpace hochgeladen und dann haben die auch eine bisschen Aufmerksamkeit bekommen.
00:14:27: und dann hatte ich immer mal diese Keymomente zum Beispiel in Graz bei The Dorm.
00:14:31: Das war einfach so einen Contest.
00:14:34: oder Ich hab uns angemeldet und dann habe alles gegeben dass wir das hinkriegen.
00:14:39: Also viel Arbeit, viel Ärgerheits.
00:14:41: Auch vielleicht ein bisschen Selbstüberschätzung am Anfang das war versagt.
00:14:45: Kommen wir wollen da hin.
00:14:48: Ja aber was ich gemerkt habe ist es klappt ja ne?
00:14:51: Du machst die erste kleine Tür auf dann läufst du dadurch dann machst du die zweite bis ein größere Tür auf und es geht und alles was man erreicht also jedes größeres Konzert ist wieder ein Argument für das nächste größere Konzern.
00:15:04: Daumen war ein Argument für Silbermond Und so ging das weiter und da konnte man sich das Stück für Stück erarbeiten.
00:15:09: Was ist hängen geblieben aus der Zeit?
00:15:11: Was hast du da gelernt, was dir heute hilft?
00:15:14: Ganz ganz klar Kommunikation!
00:15:16: Weil ich hatte dann ja meine drei besten Freunde zu der Zeit.
00:15:19: Das war meine Band, das war mein Leben.
00:15:20: Ich habe auch den ganzen Tag nur daran gedacht wenn ich in der Schule saß war wirklich einfach Band-Logos malen mir Gedanken auf.
00:15:26: welchen Festival kann ich anschreiben?
00:15:29: über was können wir noch ein Song schreiben?
00:15:30: und zur derzeit... Wir waren ja dann so sechzehn, siebzehn wir hatten einen Bandkonto.
00:15:34: also wir waren sowieso eine kleine Firma.
00:15:36: Wir hatten Ausgaben, wir hatten Einnahmen.
00:15:38: Wir hatten regelmäßige Proben.
00:15:39: das waren wichtige Termine weil... ...wir vier haben uns da zusammen getroffen und haben gearbeitet.
00:15:44: Parallel haben wir Schule, hab ich das ganze Programm gemacht aber.. Das
00:15:47: hat geklappt!
00:15:47: Das hat alles geklappt.
00:15:49: Aber im Grunde war Kommunikation das Wichtigste Weil du bist zu viel Du musst dich arrangieren Was mag der andere?
00:15:54: Was möchte die Person nicht?
00:15:56: Der Bassist möchte hier Und dann musst du erstmal Du lernst eigentlich Kompromisse einzugehen und Kommunikations auf einem Niveau was eigentlich ein sechzehn Helga noch nicht kann, weil du führst in jungen Jahren schon eine Firma zusammen.
00:16:09: Und das ist eigentlich das größte Learning, was ich aus der Zeit habe.
00:16:13: Wir sind jetzt auch an dem Punkt, dass du ja nicht nur Musiker oder Schlagzeuger bist, sondern auch Musikmanager.
00:16:19: und ich stelle mir das immer so vor – ich hab früher auch ein bisschen Musik gemacht aber eher dich so erfolgreich, aber immerhin – Eigentlich will man ja selber auf die Bühne, wenn man Musik macht.
00:16:31: Wenn man das Leute hört und auf der Bühnen steht.
00:16:33: Man will damit irgendwie bekannt werden.
00:16:36: Und das machst du auch sehr erfolgreich.
00:16:38: Reden wir gleich noch drüber aber du bist eben auch... ...der Mann hinter den Kulissen sozusagen.
00:16:43: Ich frage mich wie kommt man dazu?
00:16:45: Jetzt hast du es aber gerade schon ein bisschen erzählt.
00:16:47: Hast du schon bei eurer Schülerband warst Du der Typ mit den Listen oder mit dem Plan sozusagen?
00:16:54: Also das liegt dir offensichtlich einfach.
00:16:57: Wie fanden die anderen das?
00:16:58: Meistens ist der doch, ist das doch der, der nervt oder weil er will dass die Leute pünktlich sind.
00:17:03: Dass sie zuverlässig sind und das ja was was mal als Künstler nun eigentlich immer das Dorf oder?
00:17:08: Hundert
00:17:09: Prozent!
00:17:09: Also es auch heute noch so in den Grüße an Max an der Stelle.
00:17:13: Das is tatsächlich so Fluch und Segen also einerseits jemanden in der Band zu haben, der Vollgas gibt, der ein bisschen der Motor ist und versucht den ganzen Karren anzuschieben.
00:17:22: Das ist natürlich schön, weil man spielt Konzerte, weil sonst würde man dann nur im Probraum stehen, Proben und nie vor Leuten spielen.
00:17:29: Das ist ja irgendwie auch ein Ansporn und Grund der Band zu gründen.
00:17:32: Jeder möchte gesehen werden.
00:17:34: Man möchte seine Musik präsentieren.
00:17:36: Und gleichzeitig ist es natürlich nervig weil ich natürlich auch immer der war erlaubt wir müssen proben Wir haben noch zwei Wochen das Konzert.
00:17:45: Wir haben doch kein Intro.
00:17:46: wie machen wir das?
00:17:47: Und das ist ehrlicherweise auch immer noch heute meine Rolle.
00:17:49: also Ich nerf Max oder unsere anderen Künstler auch mit den Sachen die halt anstehen die gemacht werden müssen und bleibt wahrscheinlich auch immer meine Rolle.
00:17:58: Und ich finde es auch total in Ordnung, weil für mich in der Rolle wohl... Ich kann das gut!
00:18:01: Das kann ich auch ganz selbstbewusst sagen so.
00:18:03: Ich habe die Sachen auf dem Schirm, ich weiß immer was ansteht und ich liebe das auch.
00:18:08: Gleichzeitig die Rolle, die ich dann damals gelernt hab als Schlagzeuger in meiner Teenie-Band und dann diese Managerrolle.
00:18:17: Damals habe ich sie nicht so wahrgenommen, ich habe jetzt Sachen organisiert.
00:18:20: Das ist eine total tolle Kombination.
00:18:22: So für mich persönlich aber ich glaube auch für den Rest weil ne?
00:18:25: Andere Manager sind so weit weg von der Kunst und vom Produkt, und dem ganzen Ding an sich.
00:18:31: Und ich bin halt mit auf der Bühne und im Bus immer mit dabei.
00:18:35: Das ist eine ganz tolle Kombination.
00:18:38: Die Schlachtzeuge
00:18:39: darf vielleicht sogar besonders passend.
00:18:42: Ein Frontmann oder ein Frau hat andere Aufgaben und hat auch nicht den Kopf und die Zeit dafür und soll sie auf den Auftritt konzentrieren.
00:18:51: Als Schlachtzeuger bist du ja sowieso schon ein bisschen im Hintergrund Du bist ja auch musikalisch.
00:18:57: Achtung, Wortspiel ist so der Taggeber und der, der oft die Band zusammenhält Tempo vorgibt.
00:19:06: Also dieser Mann im Hintergrund sowohl auf der Bühne als dann eben auch hinter der Büğne das ist vielleicht mit Bassistkanz vielleicht auch noch.
00:19:13: aber dass das eine gute Kombo ist?
00:19:16: Total!
00:19:16: Auf jeden Fall.
00:19:17: also ich fühle mich auch da hinten hinter meiner Schlagzeugburg und allem ganz wohl.
00:19:21: Ich stehe wirklich nicht gern Am Bühnenrand vorne und am Mikro in der Hand mache ich sehr, sehr ungern.
00:19:27: Aber du gehst
00:19:28: schon ziemlich ab ne?
00:19:29: Also wenn man dich so erlebt oder ehrlich gesagt habe ich dich jetzt lange nicht mehr spielen sehen aber hab mir Videos angeguckt.
00:19:35: also du bist ja keiner von den Drammern die da mit stoischem Gesicht immer nur gerade ausgucken sondern also Gas geben.
00:19:43: und Leute mit Anhaltsen gehört schon auch dazu bei dir oder?
00:19:46: Ja hundert Prozent!
00:19:47: Für mich war Schlagzeugspielen immer ein Ausdruck von Emotionen ... eine Austausch von Energie, also das Publikum gibt was rein.
00:19:53: Wir geben was rein als Band und für mich war das immer... Ich wollte nicht einfach so ein Gig spielen und irgendwie so okay Job machen sondern ich wollte ja richtig etwas geben.
00:20:02: Für mich war es auch die Musik fühlen und ich habe das so vor meinen Heroes gelernt.
00:20:06: Also meine Hero-Schlagzeuge wie Dave Grohl und Taylor Hawkins und so haben halt einfach da flogen die Haare, die haben geschwitzt, sie haben drauf gehauen und das war für mich immer.
00:20:15: so geht das!
00:20:17: Und so zeigt man irgendwie auch seine Liebe für das Instrument und für die Musik an sich.
00:20:21: Das heißt, die Musikrichtung war auch irgendwie relativ klar?
00:20:25: Die war... also bei dreizehn wollte ich Rockstar werden.
00:20:29: Dann hat es
00:20:31: sich zum Glück ein bisschen verlagert in diese Management-Richtung.
00:20:36: dafür bin ich heute sehr dankbar weil auf jeden Fall kein geborener Rockstar ist.
00:20:42: jetzt nicht unbedingt das wofür ich stehe oder was ich irgendwie lebe sondern ich habe gerne irgendwie, ich mag Sicherheit.
00:20:47: Ich mag meine Organisation und mein Leben so wie es jetzt ist mit diesem Spagat zwischen der Bühne und meinem Büro eigentlich sehr, sehr gerne
00:20:55: ehrlicherweise.".
00:20:57: Das passt ja eigentlich überhaupt nicht gut zusammen ne?
00:20:58: Wenn man sich so vorstellt dieses sehr freie Künstlerleben immer unterwegs und Sicherheit schon mal gar nicht.
00:21:04: Man weiß ja nun wirklich nicht also hast du keinen Vertrag auf Lebenszeit oder so... Und auf der anderen Seite dann eben trotzdem so dieses Bedürfnis, ein bisschen gesettelt zu sein.
00:21:14: So das macht man als Grafschafter ja dann auch eher so lernt.
00:21:18: Insofern war das dann ja wahrscheinlich doch ein Stück in die Wiege gelegt, auch mehr in dieses Management zu gehen?
00:21:24: Was macht denn einen guten Musikmanager eigentlich aus?
00:21:27: Was muss er können damit er wirklich gut und erfolgreich ist?
00:21:30: Das ist individuell, das ist auch ganz toll vom Künstler abhängig.
00:21:33: also es fängt natürlich dabei an... die richtigen Künstler zu finden erst mal, um mit denen in Kontakt zu kommen.
00:21:40: Wie findet man den?
00:21:41: Also wenn man nicht als Schülerband beim Contest sich schon über ein Weg läuft wie du und Max.
00:21:46: Dann heutzutage wahrscheinlich ganz toll übers Social Media Instagram, TikTok dann siehst du irgendwelche jungen Talente, die toll singen, die wollen eine Aura einen Ausdruck haben irgendwas Besonderes wo man denkt so oh wow das finde ich spannend.
00:21:57: da gucke ich mal hin.
00:21:58: In meinem Fall war es auch immer bisschen viel Zufall ehrlicherweise.
00:22:02: Man ist am richtigen Tag an der richtigen Bühne vorbeigelaufen oder in einem Proberaum wo gerade jemand singt.
00:22:08: Und Max ist mir quasi zugelaufen, wir sind uns gegenseitig zugelaufen und bei meinen anderen Artists ist es so hier und da kennengelernt.
00:22:17: aber was einen guten Manager ausmacht ist auf jeden Fall eine tolle Ergänzung zu sein zu dem Artist.
00:22:23: also wenn ich das jetzt am Hand von Max Beispiel klar mache max ist so einfach durch Künstler Typ verplant, verpeilt auf eine total sympathische Art und Weise.
00:22:33: Und ich gleiche zusammen mit meinem Management-Partner Floh total seine Schwächen aus.
00:22:38: Das heißt wir ergänzen uns total.
00:22:40: er bringt diese ganze Kunst die Kreativität diesen musikalischen Drive mit und wir halten hinten irgendwie so den Laden zusammen und haben natürlich auch die Business Brille auf.
00:22:49: Wir gucken uns die Zahlen an wir machen die Kommunikation mit unserem Team mit den Business Partnern und machen auch einen langjährigen Plan für die Karriere.
00:22:58: Aber das ist im Grunde, wenn ich versuche auf einen Satz runterzubrechen.
00:23:02: Ist es einfach eine Ergänzung für den Künstler?
00:23:07: Und Schlagzeuger ist fast schon ihr Hobby.
00:23:08: oder wie ist die Verteilung?
00:23:10: Ja heutzutage würde ich sagen ja also ich habe Schlagzeuge studiert.
00:23:13: Ich hab ein Bachelor of Arts gemacht sogar an der Pop Academy in Mannheim.
00:23:16: Das ist dann schon mittlerweile eher so ein bisschen sogar der Genuss am Job und auch so hobby würde ich nicht sagen weil ich glaube aus dem Schlag zu spielen.
00:23:25: bei mir kommt ganz viel Drive auch fürs Management, fürs Musik machen.
00:23:28: Das muss nicht immer so sein.
00:23:29: aber also ich arbeite auch mit Artists zusammen wo ich natürlich musikalisch nicht auf der Bühne mit dabei bin oder musikalische so krass involviert bin.
00:23:38: Aber dieses Schlagzeugspielen ist für mich einfach... Ich hänge mit meinen Freunden ab, wir spielen abends ein tolles Konzert vor hoffentlich vielen Menschen und ich ziehe da ganz viel Energie- und Glücksgefühl raus.
00:23:47: Wenn
00:23:48: du so nach Künstlern Ausschau hältst oder die betreust was ist wichtiger?
00:23:51: Talente oder Ausdauer?
00:23:53: Ausdauer!
00:23:54: Hundertprozent.
00:23:55: Also talentfrei geht natürlich auch nicht.
00:23:57: Man muss was Besonderes haben, eine tolle Stimme oder vor allem auch irgendwie die tollen Möglichkeiten haben sich auszudrücken.
00:24:06: aber ich meine es gibt so besondere Artists jetzt wo man sagen würde sie singt technisch nicht einwandfrei oder das ist kein perfekt geschriebener Song aber die berühren die Menschen da draußen und dass ist unfassbar wichtig.
00:24:19: aber das alles hilft nichts wenn du das zwei drei Jahre machst und hörst auf, weil du kein Bock mehr hast.
00:24:25: Du merkst, es bewegt sich jetzt noch nicht so viel die Bühnen werden nicht viel größer.
00:24:29: meine größte Erkenntnis war einfach Ausdauer aus Dauerausdauer.
00:24:33: das hat sich einfach in den letzten... ...fünfzehn Jahren, die ich das jetzt schon mache, hat sich das sowas von bewährt immer dran zu bleiben.
00:24:40: Weil irgendwann geht eine Tür auf Es kann.. Das ist das Verrückte an dieser Musikwelt.
00:24:45: Einzelung kann alles verändern wie in unserem Fall Achtzig Millionen hebt dich auch einmal von du bist komplett unbekannt zu, du bist deutschlandweit grad der Superstar und jeder kennt deinen Namen oder ein Song.
00:24:55: Das kann einen Song verändern, das ist das Verrücktes wie Lotto spielen mit sehr viel Arbeit.
00:25:01: Aber es ist so ein bisschen wie Sport, da sagt man ja auch Fleißschläge Talent aber ein fleißiges Talent schlecht halt keiner muss irgendwie zusammenkommen.
00:25:11: Ist das auch der Hauptgrund, warum viele Talente dann einfach nicht schaffen?
00:25:15: Oder ist es auch manchmal einfach Glück?
00:25:17: Es hat glaube ich auch ganz viel mehr Glück zu tun.
00:25:18: also in unserem Fall mit Max waren wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort Fußball-EM.
00:25:23: Aber ich glaube, dass tatsächlich Glück ein großer Faktor ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein was Begegnungen betrifft.
00:25:32: Manchmal hast du einfach das Pech gerätzt dann als Künstler in einem Management, was irgendwie... Was es nicht gut mit einem meint, wo man irgendwie da nicht vertrauen kann und dann wird er vielleicht abgezogen oder sowas vorgeschlagen.
00:25:43: also da gibt's ja sämtliche Geschichten.
00:25:45: Man hält das nicht durch wenn man vielleicht nicht das Richtige Netzwerk hat, weil also nach außen sieht das ja immer alles ganz toll aus.
00:25:52: Aber in so einem, wie in jeder Karriere oder in jedem System, in jeder Firma gibt es natürlich auch ganz viele Probleme die man bewältigen muss.
00:25:58: und das kann natürlich gerade im Musikbereich sehr frustrierend sein, weil äußere Umstände kommen, man wird bewertet, alles findet irgendwie eine Öffentlichkeit statt und das heißt es ist sehr, sehr, kann sehr sehr kräftig sein.
00:26:10: und dass man da nicht durchhält... Geht schon vielen so.
00:26:15: Man sieht ja viele kommen und gehen, das ist ja das Verrückte.
00:26:17: selbst in meiner jungen Karriere als Musikmännern.
00:26:20: Ich bin jetzt fünfdreißig habe ich schon so viele kommen sehen es total verrückt.
00:26:24: Ich hatte hier im Podcast nochmal ein Werbeblock einzubauen weil auch Bernard bringe.
00:26:28: Auch in Nordhörner ganz andere musikalische Schiene.
00:26:30: aber was sich bei dem beeindruckend finde is wie lange der sich in seiner Branche gehalten hat.
00:26:36: Und ich finde das ist auch immer so ein Zeichen dafür dass jemand irgendwie doch ein außergewöhnlicher Künstler ist, wenn es jemandem gelingt in diesem Fall über Jahrzehnte sich zu halten während viele andere ja kommen und gehen.
00:26:51: Und das im Seimfall glaube ich ohne diesen einen großen durchschlagenden Hit sogar.
00:26:57: Ich schweife ab!
00:26:58: Du
00:26:59: hast vorhin schon mal angedeutet dass du deinen Job wirklich von der Pika auf gelernt hast.
00:27:03: Popakademie Mannheim So ein Traumstil, glaube ich für viele Musiker ist ja auch eine Talentschmiede.
00:27:10: Viele bekannte Künstler sind da gewesen.
00:27:13: was lernt man an einer Popakademie?
00:27:16: Das ist ne gute Frage.
00:27:18: also in der Theorie hat man vor allem in also Instrumentenunterricht.
00:27:24: du bewirb sich für einen Hauptfach.
00:27:26: im Fall war das Schlagzeug.
00:27:27: Du kannst da Gitarre, Bass, Keyboard, Singer Songwriter Producing studieren.
00:27:31: Das ist der eine Schwerpunkt Studiengang, der andere Studiengang ist Musikbusiness.
00:27:37: Wenn du ein Instrument studierst wie ich das gemacht habe Pop-Musik Design hieß mein Studium beim Studiengang dann hast du auch ganz viele Businesskurse.
00:27:44: Das heißt in meinem Fall war das so.
00:27:45: Ich hatte Fokus Schlagzeugunterricht und noch ein bisschen Gitarrenunterricht aber vor allem auch Musiktheorie.
00:27:52: Wir haben vor allem in dieser Businesswelt gelernt Wie funktioniert die GEMA?
00:27:55: Was macht ein Plattenfirma was macht einen Verlag?
00:27:58: vieles davon wusste ich natürlich schon weil ich irgendwie sehr früh in meinem Teenie-Alterjahr mit dieser Industrie schon in Verbindung gekommen bin.
00:28:05: Aber vieles habe ich da gelernt.
00:28:07: und aber das, was man vor allem dort lernt neben diesen ganzen theoretischen Dingen ist auch der Kontakt mit Menschen.
00:28:13: wie baut man vielleicht auch ein Business auf in dieser Musikwelt?
00:28:17: Das ist ja nicht nur man nimmt die Gitarre in die Hand und spielt ein paar Songs und dann wird man bezahlt sondern es gibt ganz viele Einkommensquellen auch in dieser Welt ob es jetzt Songwriting ist.
00:28:26: also das ist ganz ganz facettenreich Und da lernt man im Grunde diese ersten halbwegs professionellen Schritte ins echte Musikbusiness und man lernt auf einmal ganz viele Leute kennen, die das auch wollen.
00:28:39: Die alle diesen Drive haben.
00:28:40: Also an dieser Uni angenommen zu werden bedeutet ganz, ganz viele Stunden sich mit seinem Instrument auseinanderzusetzen weil sie nehmen tatsächlich immer nur drei Instrumentalisten pro Instrument.
00:28:50: Oh ja!
00:28:51: Das ist sehr wenig.
00:28:53: Ich habe mich dagegen viele hunderte durchgesetzt und es hat alles geklappt.
00:28:57: Aber was du da vor allem lernst ist, dich wirklich auf eine Sache zu fokussieren.
00:29:02: Und man baut sich im Grunde so ein Netzwerk auf an Menschen die alle etwas ähnliches machen wollen und irgendwie ist das so ein Schwimmbecken für ganz viele Menschen, die einen Ziel haben.
00:29:14: Das war einer der inspirierendsten Zeiten auch in meinem Leben, weil ich so viele tolle Menschen kennengelernt habe mit denen ich heute auch arbeite also fast die Hälfte meines Business-Netzwerks.
00:29:24: Und die Menschen, mit denen ich heute noch nach wie vor arbeite, kommen daher von dieser Pop-Akademie.
00:29:28: Ist ganz krass was die Pop-Academy in Mannheim, was die für einen Impact auf die deutsche Musiklandschaft hat?
00:29:36: Also laufen einem da auch einfach die Leute über den Weg, mit dem man dann irgendwann später aus welchen Gründen auch wieder zusammenarbeitet, was in diesem Beruf ja wahrscheinlich wahnsinnig wichtig ist... Weil, wir sagten es vorhin ja nicht so von Dauer ist.
00:29:49: Sondern man ist sich sicher immer wieder was Neues ergibt und man immer wieder neue Kontakte knüpft, Leute kennenlernen muss, wo man sich eine Basis schaffen kann
00:29:58: einmal.
00:29:58: Hundert Prozent!
00:29:59: Also der Produzent von diesem Max Giesinger Album, das du durch die Decke gingst... ...das ist Jens Schneider.
00:30:04: mit dem habe ich studiert und mit dem hab' ich da in einer Band gespielt.
00:30:07: So haben uns da kennengelernt und wir hatten damals als wir dieses Album produzieren wollten, hatten wir kein Geld mit Max, wir hatten noch keinen Plattenvertrag.
00:30:14: Und dann habe ich ihn einfach gefragt, erjähnst kannst du dir vorstellen das zu produzieren?
00:30:16: Wir haben nicht viel Geld.
00:30:18: Bist du dabei und da war so, na klar bin ich dabei oder es hat natürlich sein Leben verändert.
00:30:22: Unseres auch.
00:30:22: und hätten wir jemand anders gefragt, dann wären vielleicht Songs wie wenn sie tanzen und so gar nicht entstanden.
00:30:27: Das ist das Verrückte.
00:30:28: also jede kleine Entscheidung hat so einen Riesen Impact.
00:30:31: mich hat damals in meinem Jahrgang der Künstler Joris den man von seinem Song Herz über Kopf kennt.
00:30:35: Der hat mich auch gefragt hey Lars kannst du mir dir vorstellen mit zur Arbeit meinen Booking zu machen?
00:30:40: zum Beispiel Damals habe ich abgelehnt, weil ich gerade angefangen hab mit Max dann professionell richtig zusammenzuarbeiten und ich wollte mich auf Max fokussieren.
00:30:46: Und hätte ich Juris angenommen wer weiß wie jetzt mein Leben verlaufen wäre?
00:30:50: Ich bin froh dass sich nicht bei Max entschieden haben so.
00:30:53: aber genau das ist total verrückt was diese ganz kleinen Entscheidungen in dieser Musik will für einen Riesenimpakt haben.
00:31:00: Zeigte aber auch, dass es ja auch andere Chancen gegeben hätte oder immer wieder neue Chancensen gibt.
00:31:06: Wir haben vorhin schon drüber gesprochen, wie das war als dann eben dein Kumpel Max erfolgreich wurde.
00:31:12: Dieser Hit so durch die Decke ging wo ja der Frontman vorne steht und das ist eben Max Giesinger.
00:31:18: aber du hast ja schon erklärt er hintersteckt ja ein Team.
00:31:21: Wie fühlt sich das für dich denn als Manager an?
00:31:25: Als sein Manager wenn dieser Erfolg, dieser Durchbruch gelingt?
00:31:30: Also als es im Jahr zwei Tausend Sechzehn mit dem Song nach oben ging, war das für uns unglaublich.
00:31:36: also Ich hab ja meinen Menschen und Partner Florian Gaben, mit dem ich seit ich denken kann.
00:31:42: Ähm... Zwei tausend dreizehn als wir wirklich entschieden haben so Paralys im Studium.
00:31:46: Wir wollen das machen!
00:31:47: Das soll unser Leben werden?
00:31:50: Mit dem mache ich seither alles Und wir sind natürlich ein Herz und eine Seele und wir ergänzen uns auch perfekt in unserem Management Kosmos und mit Max sind wir dann halt so'n Trio Im Grunde, wir sind das Backbauen hinter Max Giesinger und wir kümmern uns wirklich um Alles.
00:32:03: und Als es dann losging Haben wir uns eigentlich so dritt einfach die ganze Zeit nur gefreut, weil auf einmal unser Lebenstraum war.
00:32:10: oder wir haben auf einmal ganz viele Menschen gespielt.
00:32:12: Der Song lief im Radio.
00:32:14: Dann kriegt man mal die erste goldene Schallplatte von der Plattenfirma.
00:32:17: Auf einmal kann man merkt man so okay krass, wir können jetzt davon leben.
00:32:20: Das ist total verrückt.
00:32:21: Davon können wir unsere Miete zahlen.
00:32:22: einkaufen gehen?
00:32:23: Ist ja irre.
00:32:24: und das war wie auf einer riesen Achterbahn eigentlich.
00:32:27: du bist kommst von diesem Glücks Hype gar nicht runter.
00:32:30: Merkest auch gar nicht, wie viel Du arbeitest Um keine Ahnung, wann ich zu der Zeit aufgestanden bin vor zehn Jahren, um neun wahrscheinlich oder so.
00:32:37: Habe ich mein Handy angemacht?
00:32:38: War natürlich schon irgendwie fünfzig Nachrichten vom ganzen Team von jedem von Bandmitgliedern und allem was halt ansteht.
00:32:45: Und arbeite es eigentlich den ganzen Tag bis du um vierundzwanzig Uhr ins Bett gehst.
00:32:49: Aber ist das nicht auch manchmal ein bisschen doof dass man dann immer so der Schlagzeuger von dem Manager von ist?
00:32:55: willst du nicht selber berufen
00:32:56: werden?
00:32:56: Nee also ich fühle mich in meiner Rolle dahinter hinter dem Schlagzeuge und auch hinter den Glößen sowohl.
00:33:02: Also ich habe auch in meinem Leben, das ist mein zweiter Podcast nicht dazu gebe.
00:33:06: also spreche gern auch über meine Arbeit weil ich versuche Leute zu inspirieren und auch zeigen kann man kann Musik machen.
00:33:11: Man kann davon leben auch wenn alle sagen ja was machst du nur wenn es nicht klappt?
00:33:15: und so.
00:33:15: aber es geht alles.
00:33:17: Aber für mich war das nie eine Option irgendwie vorne mit Mikro in der Hand zu stehen.
00:33:22: Und jetzt wo ich auch mitbekommen hab was Erfolg macht oder wie's sehr berühmten Menschen So geht mit dem Erfolg Nachteile hat neben den ganzen ganz tollen Vorteilen natürlich.
00:33:35: Bin ich ganz froh, dass sich irgendwie da mitwirken kann und eine Selbstwirksamkeit habe in diesem ganzen Kosmos aber halt nicht irgendwie mit meinem Gesicht davor steht.
00:33:43: das ist schon sehr krass.
00:33:45: also da hab' ich auch allerhöchsten Respekt vor allem Menschen die in der Öffentlichkeit stehen und berühmt sind.
00:33:49: Das is auf jeden Fall ein krasser Job.
00:33:52: Was macht Erfolg denn mit Künstlern?
00:33:55: Ganz unterschiedlich.
00:33:55: Also das hängt von der Prägung der Künstler ab.
00:33:58: wie sind die groß geworden?
00:33:59: sind sie viel selbstwert groß geworden, haben den großes Selbstbewusstsein.
00:34:03: Haben die steht das Leben auf sicheren Säulen oder sind eher fragil unterwegs?
00:34:06: Dann kann Erfolg wenn du glaube ich eine gute Basis hast von zu Hause mitbekommen hast und einen guten Freundeskreis hast sowie auch Max den hat mit uns weil wir arbeiten nicht zusammen sondern waren und sind ja in erster Linie Freunde.
00:34:20: dann kann Erfolg was toll ist mit Künstlern machen weil es irgendwie das ganze Umfeld beflügelt und man kann seine Freunde involvieren.
00:34:27: alle können ein bisschen am Erfolg teilhaben.
00:34:30: In der Hinsicht ist es gut, aber natürlich kann Erfolg für Menschen die halt nicht so stabil sind auch im Hinblick auf Drogen.
00:34:36: Wenn man da veranfällig ist Alkohol dann kann das ganz doll nach hinten losgehen und ein ganz trauriges Ende auch nehmen.
00:34:42: Ist man als Manager auch so eine Mischung aus Kindergärtner, Therapeut, Psychologe?
00:34:49: Und ich weiß nicht was, ist das auch Teil eines Management-Jobs einfach dafür zu sorgen dass der Künstler auf dem Boden und ja ich hätte fast gesagt leistungsfähig bleibt?
00:34:57: Hundert Prozent.
00:34:58: Ist ja dein Geschäft am Ende auch,
00:34:59: ne?
00:34:59: Ist auch mein Geschäft und vor allem auch das Geschäft des Künstlers also... Das Spannende ist in dieser Zusammenarbeit.
00:35:05: Künstler Manager ist natürlich so dass du irgendwann deine gemeinsame Sprache findest in diesem Ganzen.
00:35:11: Du weißt dann irgendwann will meinen Künstlernzwonehnt Konzerte in einem Jahr spielen oder will meinen künstler R-Dreißig Konzerten im Jahr spielen.
00:35:18: Weil wenn du eine große Nachfrage hast einen großen Erfolg, dann kannst du auch Zweihnhaltkonzerte im Jahr spielen.
00:35:23: Aber wenn der Künstler dreißig will und der Manager zweihundert, wer ist dann der Chef?
00:35:27: Der Künstlern hundert Prozent.
00:35:29: Der Künster ist immer der Chef weil es geht ja auch um die Karriere des Künstlers.
00:35:33: Ich als Manager probiere die Karrière meines Künsters im besten nach bestem Gewissen irgendwie zu fördern.
00:35:40: aber wenn mein Künster sagt meine karriere ist die beste Wenn ich dreißzig Konzerte spiele Dann ist das auch meinen Auftrag und meinen Job.
00:35:47: also ganz klar darauf einigt man sich ja und definiert ja auch.
00:35:51: Also wenn wir uns am Anfang des Jahres hinsetzen und das Jahr definieren, was wollen wir machen?
00:35:54: Wie viele Konzerte wollen wir spielen?
00:35:56: oder wie sehen die nächsten zwei drei Jahre aus.
00:35:58: Dann haben wir ein Plan, dann haben wir gemeinsames Ziel, setzt man sich da hin und einigt sich darauf und dann ist meine Rolle natürlich in unserem Konglomerat dass ich das zusammen mit meinem Menschenpanner umsetze.
00:36:09: Und wenn er ein Künstler wie jetzt Max Giesinger sagt nächstes Jahr mache eine Weltreise Ich bin ja raus Bist du dann ja lang arbeitslos, legst du die Füße
00:36:17: hoch.
00:36:17: oder
00:36:18: was macht denn der Manager wenn sein Künstler einfach mal für ein Jahr von Erfahrung geht?
00:36:21: Sollte ich vielleicht machen jetzt auch mal in den Jahr die Füsse legen.
00:36:24: Aber naja ich flohn' nicht.
00:36:26: wir haben ja noch mehrere Artes wie Du ja auch schon gesagt hast Italo Brothers mit denen arbeiten wird das auch immer unglaublich viel los.
00:36:33: Wir haben noch zwei Newcomer wo wir gerade die Karriere aufbauen und wir haben noch einen eigenen Verlag.
00:36:38: Das heißt wir haben natürlich unser Business ein bisschen breiter gestreut.
00:36:41: unsere Säulen sind jetzt nicht nur Karrieren von Max Giesinger.
00:36:45: Das heißt, wir haben einiges zu arbeiten und sind auch mal froh, dass wir ein bisschen durcharbeiten können.
00:36:50: jetzt nach zehn Jahren Dauerrunnen.
00:36:51: Und fast tausend gespielten Konzerten mit Max war haben wir einiges weggearbeitet so die letzten zehn Jahre zwischen meinem fünfundzwanzigsten und fünf dreißigsten Lebensjahr.
00:36:59: Jetzt das war auf jeden Fall intens aber auch wunderschön würde ich niemals missen wollen.
00:37:03: Wir haben jetzt ein bisschen Zeit in unserem Büro in Hamburg ein paar Sachen aufzuräumen Aber vor allem auch jetzt neue Dinge loszutreten.
00:37:10: also auch die Karriere von max Die dann ja nach der Pause irgendwann weitergeht Brauche ja vor Abplanung.
00:37:16: Das heißt, wenn wir eine Tour buchen wollen dann im besten Fall ist das anderthalb Jahre vorher geplant damit für auch die Hallen die Venues bekommen in die wir reinwollen.
00:37:26: Und Pause heißt ja wahrscheinlich nicht dass ein Künstler plötzlich keine Kreativität mehr hat sondern im Gegenteil soll ja vielleicht gerade dadurch wieder angeschoben werden und sollen Ideen entstehen.
00:37:36: ich kann mir nicht vorstellen, dass er einen Jahr lang nicht erreichbar ist sondern wahrscheinlich irgendwann über Spudel sagt guck mal was sich hier am Strand schön ist was mir da gerade schönes eingefallen
00:37:45: ist.
00:37:45: Genau so ist es, also Max war letzte Woche auch eine Woche im Urlaub, also im Heimaturlaub in Karlsruhe und hat's auch die ganze Woche nicht ausgehalten, nicht auf die Bühne zu gehen.
00:37:54: dann ist er dabei irgendeinem Weinfest wegen dem kleinen Dörfchen bei Karlsroh auf die bühne gekommen und hat da vier Songs mit der Band gespielt.
00:38:01: Also sowas macht er dann halt auch.
00:38:03: Es wird ihm sehr schwer fallen diese Pause musikalisch nicht irgendwie auf irgendeiner Bühnen zu verbringen.
00:38:09: Aber natürlich wird er auch, der wird neue Musik schreiben und aber auch mal so durchatmen von diesem zehn Jahre Dauer Run.
00:38:17: Da muss man ja auch einiges Mal jetzt mal wegstecken oder so fragen wir sehen die nächsten zehn jahre aus was möchte ich vom leben?
00:38:23: Und das betrifft uns alle betriffe mich genauso.
00:38:26: also bin jetzt vor dem Dreißig und jetzt haben wir diese sehr erfolgreichen zehn Jahre hinter uns gebracht.
00:38:32: für mich geht es ja auch so wie baue ich jetzt die nächsten dreißig Jahre die ich wahrscheinlich noch arbeiten werde oder länger?
00:38:38: Wie baue ich die auf, wie möchte ich sie führen?
00:38:41: Und das ist ja eigentlich auch eine total schöne Sache.
00:38:43: Dass man jetzt ein bisschen Zeit hat da irgendwie auch die Weichen noch mal so fein justieren.
00:38:48: Das von gesagt ihr seid nicht nur Band-Kollegen, Geschäftspartner, ihr seid einfach auch sehr gute Freunde seit Ewigkeiten.
00:38:54: Wie klappt denn das eigentlich?
00:38:56: Kriegt man sich nicht permanent in die Haare wenn man einerseits kumpels ist und eben auf Augenhöhe sozusagen auf der anderen Seite aber eben auch geschäftliche Dinge klären muss wo dann irgendwie schon... Klar, dass wir auch der Chef ist.
00:39:09: Also auf der geschäftlichen Ebene ist klar das Maxis in dem Rahmen des Chefs also in unserer Zusammenarbeit mit Maxis Maxeschef.
00:39:16: Flo und ich haben ja unsere Firma, unsere Agentur in der wir auch andere Artists arbeiten.
00:39:21: da sind Flo und Ich natürlich auf gleicher Ebene Und für uns war aber mit Max und Flo in diesem ganzen Konglomerat so die mir auch Steffen gehört als Gitarist der ja auch ganz viele Songs produziert von Max und mit ihm Song schreibt.
00:39:34: Für uns war immer klar, Freundschaft ist das wichtigste hier in erster Stelle.
00:39:38: Und alles was wir businessmäßig an Diskussionen haben, an Lösungen die wir finden müssen, da stellen wir hinten an und wir sind alle gewählt gute Lösungen zu finden.
00:39:49: natürlich habe ich mit Max auch schon Gehaltsverhandlungen gehabt.
00:39:52: Wir haben über Dinge diskutiert.
00:39:54: Man ist sich auch zwischenzeitlich mal richtig auf den Sack gegangen.
00:39:56: Das ist ganz normal in einer künstler-Managerbeziehung und auch in der Freundschaft.
00:40:00: ehrlicherweise also wir führen natürlich eine sehr Intense Beziehungen, weil die einfach so viele Ebenen hat.
00:40:05: Also Max und meine sind Freundschaft, Management... ...und Schlagzeug-Künstlerbeziehung.
00:40:12: Das sind drei krasse Ebene.
00:40:15: Ist das von Vorteil?
00:40:16: Weil man natürlich eine Wahnsinnsvertrauensbasis hat oder ist es eher Nachteil?
00:40:20: Wenn das eine zerbricht womöglich auch das andere?
00:40:25: Wahrscheinlich beides.
00:40:25: Aber unser Credo ist, wir schauen auf jeden Fall das es nicht zerbricht an einer dieser Ebenen so.
00:40:31: Gab's
00:40:31: Momente wo die Freundschaft völlig auf die Probe gestellt war?
00:40:34: Ja hundert Prozent!
00:40:35: Also es gab Momente, wo alle drei Ebennen auf die probo gestellt waren.
00:40:38: also wir haben und da ist auch das was ich ja eingangs sagte was habe ich früher schon gelernt?
00:40:43: Kommunikation.
00:40:44: Das erste muss man verstehen was ist man selber für einen Kommunikations?
00:40:49: oder hat man für den Kommunikierungsstil?
00:40:51: bin ich ein Vermeider Wenn ich jemand, der direkt in jedes Problem reinrennt und das ansprechen möchte.
00:40:55: Muss sich das direkt klären?
00:40:57: Und magst du nicht sind völlig unterschiedlich?
00:40:59: Und dann muss man einfach lernen wie funktioniert Kommunikation unter uns?
00:41:02: was braucht der andere Was brauche ich?
00:41:04: und auch den Platz zu lassen aber auch gleichzeitig seine Positionen und dass was man möchte das auch einzufordern.
00:41:09: Das ist auch ganz wichtig auf beiden Seiten Aber das ist auf jeden Fall immer im Job oder beim Leben die größte Herausforderung.
00:41:16: Aber auch die größten Schule weil es hilft natürlich auch In anderen freundschaftlichen Beziehungen in der Liebe überall Wenn man weiß, wie man vernünftig kommuniziert und wie man eine Beziehung gesund hält dann ist das unfassbar viel wert.
00:41:28: Und das ist auch glaube ich das größte Geschenk was wir mit dieser Karriere, auch um die Karrieren von Max herum haben bis unsere Freundschaft und dass wir das alles immer zusammen erleben können weil wir sind noch einmal alle zusammen unterwegs.
00:41:40: also meine drei besten Freunde mit denen arbeite ich ja auch am intensesten zusammen.
00:41:44: Also wirklich Max Floh und Steffen sind meine drei beste Freunde und wir arbeiten eigentlich jeden Tag zusammen.
00:41:51: Das ist total irre.
00:41:52: Was
00:41:53: heißt nach diesen zehn Jahren für dich Erfolg?
00:41:59: Sehr
00:41:59: gute Frage.
00:42:00: oder
00:42:00: wenn du nach vorne blickst, wann sagst du ich bin erfolgreich?
00:42:04: Also definitiv bin ich jetzt erfolgreich weil wir haben... Ich bin am stolzesten in meiner beruflichen Karriere auf unsere gemeinsame Verbindung dass wir das immer gesund halten konnten, dass wir gut kommunizieren Und dass wir es geschafft haben in diesem komischen Heiferspecken weiter als Gang und als Familie, als Zweitfamilie so existieren zu können.
00:42:27: Und das gut hinkriegen, dass wir alle gut davon leben können.
00:42:30: Dass wir uns alle immer noch sehr gerne haben und viel miteinander lachen und gleichzeitig auf beruflicher Ebene auch soviel Erfolg zusammenhaben konnten weil wir ergänzen uns alle so perfekt!
00:42:41: Das funktioniert seit so vielen Jahren so gut.
00:42:42: da bin ich am stolzesten drauf.
00:42:44: So das ist für mich Erfolg gesund besteht.
00:42:47: Das wäre wahrscheinlich an vielen Punkten auch einfacher gewesen zu sagen, ey Leute sorry das ist mir zu viel ich schmeiß meinen Job als Manager hin und das mag es halt der Ey Jungs!
00:42:56: Ich will jetzt ein neues Management.
00:42:57: das ist mehr alles zu eng.
00:42:59: oder so haben wir dann immer die Seite gewählt.
00:43:02: okay setzts uns hin wir finden eine Lösung.
00:43:04: wie geht's weiter?
00:43:05: Und da bin ich am stolzen drauf.
00:43:07: und das für mich auch der größte Erfolg vielmehr als diese ganzen goldenen Schallplatten und die tausenden von Leuten vor dem man so spielt wie groß Fessel aufdritte ist für mich genau Diese Freundschaft ist das Beste, was mir passieren konnte.
00:43:19: Jetzt hast du noch Roundabout und dreißig Berufsjahre vor dir?
00:43:22: Du hast es vollhin gesagt als Künstler weiß man nie kann noch viel länger sein.
00:43:29: Braucht dich in Zukunft eigentlich noch?
00:43:32: also gibt's eine Chance für Künstlern für Kunstmanagement?
00:43:37: oder hat sich das so stark verändert durch Streaming durch KI dass das als Geschäftsmodell irgendwie infrage steht.
00:43:45: Machst du dir Sorgen, dass du noch dreißig Jahre lang ans Musiker leben kannst?
00:43:51: Sorge jetzt aktiv nicht!
00:43:53: Weil ich habe jetzt noch nicht den Moment gehabt in meiner Karriere, dass ihr dachte oh Scheiße... wie sollen das nächstes Jahr klappen?
00:43:59: Wie soll ich meine Miete zahlen?
00:44:00: oder wie soll unsere Agentur überleben?
00:44:04: Ich mache mir eher Sorgen um neue Künstler die herankommen weil für die wird es aktuell immer schwieriger.
00:44:08: erstens natürlich ein Step weiterzukommen.
00:44:12: Das Radio, die Radiolandschaft ist gerade nicht so gesund im Hinblick auf deutschsprachige Musik.
00:44:16: Also es wird kaum mehr deutschprachige Musik im Radio gespielt.
00:44:19: Aber die Klage hört man seit über fünfzig Jahren wahrscheinlich seit die Radio hören können?
00:44:24: Ja genau.
00:44:24: aber wir hatten zum Beispiel mit Max als es aus dem Jahr zwei Tausend Sechzehn losging war da Deutsch Pop war der Hype also liefer rauf und runter Und aktuell ist das nicht mehr so.
00:44:32: Ich mache mir eher Sorgen um den neuen Musikerinnen und Musikern die nachkommen dass sie davon leben können weil Touring also auf Tour zu gehen ist so teuer geworden Und auch, dass du von Streaming einnahmen leben kannst.
00:44:44: Das ist so schwierig geworden!
00:44:45: Also das dieser Job dieses Geschäftsmodell ich werde Profitin der Musiker und Zahl davon meine Miete... ...das ist so so so schwierig gewonnen.
00:44:53: also wirklich ich kann mich so glücklich schätzen, dass wir es noch in den guten Zeiten geschafft haben.
00:44:57: bei Max wird wahrscheinlich immer in irgendeiner Form erfolgreich sein und er wird immer davon leben können und dementsprechend flown Ich auch.
00:45:04: aber für um die neuen mache ich mir Sorgen um meine Karriere jetzt in dieser Welt nicht.
00:45:11: Arbeit als Musikmanager wird auch immer gebraucht werden, weil kein Artis auf dieser Welt kann das alles ganz alleine stemmen.
00:45:18: Weil es geht größer und erfolgreich du wirst.
00:45:21: Es wird so viel Arbeit und du kannst nicht alles alleine machen.
00:45:25: Das geht einfach
00:45:25: nicht.".
00:45:27: Du sattest gerade junge Künstler?
00:45:28: Ist ja auffällig dass du grad aus deiner Generation ist eine ganze Reihe an Künstlern aus Nordern oder der Grafschaft gibt.
00:45:35: Also Chris Müller war hier schon zu Gast Du selbst und hast ja auch erzählt, wie das da so ... Wie die Anfänge waren.
00:45:44: Klappt das heute auch noch?
00:45:45: Also haben junge Künstler immer noch Chancen, werden sie noch genug gefördert?
00:45:50: oder fehlt was, dass die jetzt diesen Durchbruch noch schaffen können?
00:45:55: Es ist ja immer so eine jede Generation oder jedes Jahrzehnt hat ja immer seine Führung wieder.
00:46:01: In meiner Zeit war es ja so.
00:46:03: wir haben uns hier im Jugendzentrum in der Tenne getroffen, haben zusammen Musik gemacht und hatten den Traum, irgendwann mal auf ein paar Bühnen zu spielen.
00:46:09: Diese Welt in der ich groß geworden bin die auch total meine Identität geprägt hat mit Freunden Mucke machen dann auf dem Konzert zu gehen, dann Bierchen zu trinken.
00:46:19: das worauf mich jede Woche gefreut habe Das gibt's ja heute gar nicht mehr.
00:46:22: Ich glaube es gibt da keine Proberäume mehr in der Tenne oder im Jugendzentrum, wenn ich das richtig mitbekommen habe.
00:46:27: Aber
00:46:27: braucht man die überhaupt noch?
00:46:28: Oder sitzen junge Musiker heute am Schreibtisch geben irgendwie eine kleine Ideencomputer und sagen machen wir daraus ein Radiohead?
00:46:35: Genau
00:46:35: also das geht jetzt mittlerweile.
00:46:36: es verlagert sich total und was das Problem daran ist dass jetzt alles so schnell geworden ist und da sind wir mit sehr wenig Know-how einen großen Output hinbekommt hat ja zur Folge dass man sich nicht mehr wirklich mit seinem Instrument beschäftigt.
00:46:50: Ich saß damals wirklich noch genau insgesamt bestimmt Zehntausend Stunden insgesamt hinter meinem Schlagzeug und hab wirklich gelernt, wie ich dieses Instrument beherrsche.
00:47:00: Das passiert heute nur noch super selten weil die Leute natürlich nicht mehr so eine große Aufmerksamkeit Spanne haben Und du brauchst es ja auch nicht mehr der Computer spuckt dir das alles perfekt aus.
00:47:08: Es gibt mittlerweile AI Apps die so perfekte Songs machen und diese echte Emotionen geht natürlich verloren.
00:47:17: aber das Problem ist dass diese Gemeinschaft nicht mehr da ist.
00:47:21: Jetzt sitzt jeder alleine vor seinem Laptop und baut irgendwas, stellt das dann ins Internet und macht dazu noch ein paar TikTok- und Instagram-Videos um das zu promoten.
00:47:30: Aber du hast ja nicht mehr dieses Gefühl von Gemeinsschaft.
00:47:33: Wir vier Artists oder Musiker treffen uns jetzt hier im Raum und hier entsteht was.
00:47:37: wir sprechen über die Instrumente miteinander.
00:47:40: Wir haben Spaß zusammen, wir unterhalten uns so ... Diese Form von Kommunikation und dieses echte Erleben findet gerade so nicht mehr statt.
00:47:47: Das gibt es natürlich noch vereinzelt!
00:47:49: Aber früher gab es hier in Emlichheim neun Haus, überall gab's geile Bands und überall gabs Konzerte.
00:47:55: Und das war was ganz Besonderes.
00:47:57: Das gibt es halt nicht mehr.
00:47:59: Das finde ich total traurig, total schade.
00:48:01: aber gleichzeitig muss man natürlich auch mit der Zeit gehen.
00:48:04: die Zeit hat sich verändert und jetzt gibts andere Wege.
00:48:07: Es gibt Menschen.
00:48:08: also bei mir in Hamburg im Stockwerk wo wir unser Büro haben da gab es vor drei Jahren einen jungen DJ Produzenten Musiker immer so seine Songs allein, weil sich geschraubt hat im Studio.
00:48:21: Und dann hatte er uns immer wieder was gezeigt.
00:48:23: hier, guck mal das habe ich gemacht und auf einmal schießt ein Song und ein kleines TikTok Video von ihm total durch die Decke.
00:48:30: Das ist der DJ Bund, der jetzt nicht mehr wegzudenken ist.
00:48:34: Der spielt vor zwanzigtausend Menschen überall und auf der ganzen Welt ist es total irre.
00:48:38: Er sitzt immer noch in einem kleinen Studio bei uns in Hamburg.
00:48:43: Das ist so irre, wie dann quasi jetzt die Zeiten sich verändert haben.
00:48:46: Dass ein Song oder ein kleines TikTok-Video natürlich auch einen enormen Erfolg auslösen kann.
00:48:51: Aber auch sehr kurzfristig womöglich?
00:48:54: Meinst du dass so Kreativität ein Stück verloren geht und auch handwerkliches Können einfach?
00:49:01: Ich glaube das Handwerkiges Können in der Hinsicht auf jeden Fall verloren geht.
00:49:04: aber gleichzeitig findet Kreatativität ja immer seinen Weg.
00:49:08: also im Falle von Bund er hat seinen ersten Hit.
00:49:12: Hat der unfassbar kreativ, hat er diese ganzen Tools die man heutzutage hat und alles was die Musikproduktion am Computer, die man allein in seinem Kinderzimmer machen kann, hat der unfastbar kreativ genutzt.
00:49:25: also geht ja nur darum das Werkzeug was du hast, was da immer besser wird dass du das kreative für dich nutzt.
00:49:31: aber ich glaube diese Kreativität und die Ausdauer das rauszufinden was toll ist was ein bewegt was ein emotionalisiert und dementsprechend auch die Leute da draußen emotionalisiert, um erfolgreich zu werden.
00:49:42: Diese Ausdauer lässt meines Erachtens nach auf jeden Fall im Großen und Ganzen nach.
00:49:47: Wie wichtig ist überhaupt dieses Können?
00:49:49: Also mein Eindruck ist ja dass das Live viel viel wichtiger wird – auch als Geschäftsmodell von Streaming kann man kaum leben, sondern am Ende müssen Künstler, Musiker heute ihr Geld mit Konzerten verdienen was ja vor wenigen Jahren noch nicht der Fall unbedingt war Und einen Max Giesinger, um bei dem Beispiel zu bleiben.
00:50:06: Der ist eben in der Lage sich auf die Bühne zu stellen alleine mit seiner Gitarre und anderthalb Stunden Programm zu machen und die Leute zu begeistern.
00:50:13: Das wird dir ja nicht in die Wege gelegt.
00:50:15: das lernst du indem du Straßenmusik machst, indem du Stunden über Stunden im Probenraum verbringst.
00:50:22: sind das dann am Ende doch wieder die Künstler die sich durchsetzen werden in Zukunft die eben wirklich zeigen?
00:50:29: ich als Mensch ganz persönlich kann was.
00:50:32: Ich kann dich berühren, ich kann dich packen und ich brauche nichts dafür.
00:50:36: Ja völlig richtig.
00:50:37: also diese Erfahrung das ist ja auch so.
00:50:41: Stell dir mal vor du hast eine Autowerkstatt und reparierst den ganzen Tag Autos.
00:50:46: dann weißt du natürlich nach zehn, zwanzig Jahren genau wo du die Schraube setzen musst auf was du achten musst wo die Fehlerquellen sind.
00:50:55: Genauso ist es auch als Artist oder als Frontperson, als Frontfrau, als frontmann.
00:51:00: Dass du einfach genau weißt.
00:51:02: okay ich kann das Publikum lesen.
00:51:04: heute sind solche und solche Leute da.
00:51:06: Ich spiele vielleicht den Song nicht baut das oben macht die Ansage dass wird ein Lacher.
00:51:09: Das heißt jemand wie Max der so viele Konzerte im Rücken hat Und auch schon so viel Straßmusik gemacht hat diese kleinen Pups gespielt hat und auf der ganzen Welt schon irgendwie straß Musik gemacht hat.
00:51:19: Er weiß natürlich genau wie er ein Publikums nehmen muss und das ist natürlich Einfach nur Erfahrung.
00:51:23: Das ist genau wie auch du deinen Job machst, du weißt genau.
00:51:27: Du schreibst jetzt nicht den fünften Artikel bei der GN in deinem Leben sondern da warst du wahrscheinlich auch noch so okay?
00:51:32: Wie mache ich das jetzt eigentlich?
00:51:33: Genau wie baue ich es auf?
00:51:34: heute hast du das zigtausendmal gemacht und weiß genau welche Knöpfe du drücken musst.
00:51:38: Lars was macht... Was machst du eigentlich wenn du nicht trommelst und nicht managt?
00:51:42: Gibt's in deinm Leben noch irgendwas außer Musik?
00:51:45: Ja hundert Prozent!
00:51:47: Das wurde zunehmend wichtiger.
00:51:48: also ehrlicherweise die Zeit als Die Karriere losging von ab zwei tausend sechzehn bis zweitausend neunzehn gab es eigentlich nicht viel mehr als Musik, ehrlicherweise.
00:51:57: Da war das so dieser dieses High des Erfolgs und immer mit meinen Buddies unterwegs sein Konzerte spielen.
00:52:04: Das war das größte Glück der Welt.
00:52:06: Und irgendwann auch ein bisschen der Corona Zeit geschuldet.
00:52:08: aber irgendwann später haben wir gemerkt so da muss es noch mehr geben?
00:52:11: Und da habe ich dann so angefangen mich darauf zu fokussieren.
00:52:15: ja was will ich eigentlich noch mehr vom Leben neben diesem Job?
00:52:17: dass läuft stabil.
00:52:18: Das will ich auch immer mein ganzes Leben lang machen, das weiß ich bis ich alt werde.
00:52:22: Für mich hat sich dann so andere Leidenschaften rauskristallisiert.
00:52:25: wie also mein größtes Hobby in meinem Leben ist definitiv kochen.
00:52:28: Kochen?
00:52:29: Hundert Prozent!
00:52:29: Mein größtes ist Essen.
00:52:31: Könnte
00:52:33: sein dass wir zusammen passen ja aber kochen habe ich immer keinen Bock drauf.
00:52:37: Nee es ist für einen für mich kochen und ich brauche auch... Hallo also durch meinen physischen Jobschlagzeug spielen, auch immer sehr viele Bewegungen.
00:52:43: Also ich habe viel Energie die raus muss, das heißt ich mache auch sehr gerne Sport, ich gehe gern laufen, gehe gerne ins Gym und treffe mich gerne mit Freunden.
00:52:50: also mein und natürlich dann irgendwann kommt die erste richtige Beziehung dazu als ich eine ganz tolle Partnerin an meiner Seite ... die auch ganz toll kochen kann.
00:52:59: Die hat auch einen ganz normalen Job, also einen richtigen Job, sag ich immer.
00:53:02: Sorry, wenn ich da mal reingecke.
00:53:03: Funktioniert das?
00:53:03: So?
00:53:04: Beziehungen, Familie... Das stelle ich mir ja so gerade in diesem Künstlerleben.
00:53:07: Wenn man so viel unterwegs ist und überhaupt keine geregelten Zeiten hat,... Ich stell mir das einfach sauschwer vor!
00:53:13: Man muss gut planen.
00:53:14: Also das muss man auf jeden Fall.
00:53:16: Meine Freundin ist Ärztin, also die hat wirklich einen richtiger Job.
00:53:20: Und ich bin natürlich ab und zu am Wochenende unterwegs... ...und dann müssen wir natürlich schon gucken wie wann sehen wir uns, wann haben wir... gemeinsam Abend für uns und das muss man gut teilen.
00:53:32: Und es bedarf auch viel Planung.
00:53:34: Gleichzeitig ist das natürlich auch toll, dass man sich gegenseitig inspirieren kann.
00:53:38: also wenn sie mir abends dann nach dem Feierabend Geschichten erzählt von ihrer Arbeit und ich dann ihr Geschichte erzählen oder Sie auch mal mitnehmen zu Konzerten Dann haben wir uns dadurch unfassbar viel zu erzählen.
00:53:49: Man kann ganz viel teilen und vor allem aber ganz viel voneinander lernen ... was ich durch sie an Inspiration jetzt auch in den letzten Jahren neu erfahren habe.
00:53:58: Das ist noch mal wieder ein ganz anderes Level, also... Jetzt nach diesem ganzen Erfolg und der Karriere das ist so stabil und da gibt es nicht mehr viel, was mich schockiert oder was mich so überfährt in dem Job sondern wir sind jetzt einmal bis ganz nach oben.
00:54:12: Alles was man in Deutschland machen kann haben wir gemacht.
00:54:14: so an TV-Shows und Konzerten geht die Reise natürlich auch im privaten weiter, also was ist da jetzt?
00:54:21: Was kommt dann noch auf einen zu?
00:54:23: und freu ich mich total drauf, dass sie in den nächsten Jahren so mit sich bringen.
00:54:27: Lars wir biegen so langsam in die Zielgerade ein.
00:54:30: Lass uns mal noch eine kleine Schnellfragerunde machen wirklich einfach nur Stichworte und du entscheidest dich einfach.
00:54:36: Norton oder Hamburg?
00:54:38: Hamburg.
00:54:40: Warum?
00:54:41: Also ich liebe Norton!
00:54:42: Ich bin ungefähr einmal im Jahr.
00:54:43: meine Eltern leben nicht mehr hier, die sind nach Hamburg gezogen Witzigerweise, nachdem mein Papa in Rente gegangen ist.
00:54:51: Wofür ich sehr dankbar bin, dass die auch da leben weil ich sie dann dadurch sehr häufig sehen kann.
00:54:55: Deshalb bin ich noch sehr selten hier und bin ja nicht mehr so verwurzelt.
00:54:57: Das heißt wenn ich hier rein fahre wie gestern fühlt sich das total schön an weil ich hier natürlich unfassbar tolle Erinnerungen hatte.
00:55:05: Ich hatte eine ganz wundervolle Kindheit hier und diese Zeit mit Picture Perfect war unglaublich.
00:55:09: Meine Schulzeit war toll also ich habe nur tolle erinnerung an Nordhorn Und das macht auch ein ganz anderes Gefühl.
00:55:15: Aber gleichzeitig habe ich natürlich total die Connection zu dieser Stadt verloren, weil einfach echt so selten nur noch hier bin.
00:55:20: Wenn dann nur beruflich so, weil wir vielleicht mal Max einmal im Jahr spielen und dann entweder am Kapitol oder beim Grafschaft Open Air finden es aber immer wieder schön.
00:55:28: Also heute Blick auf den Fächtesee.
00:55:30: meistens gehe ich da noch irgendwo joggen oder wir gehen abends noch in die Stadt irgendwo und Bier trinken.
00:55:34: Das ist schon sehr, sehr schön.
00:55:35: Aber mein Leben hier könnte ich mir aktuell nicht vorstellen, weil Hamburg ist doch noch ein bisschen mehr zu bieten.
00:55:43: Einfach Kultur, die Größe der Stadt.
00:55:46: Die Menschen und man kommt einfach gut weg.
00:55:49: Hamburg hat ein Flughafen, Hamburg hat einen guten Bahnhof so das passt schon alles so.
00:55:54: Also okay also Hamburg da könnte ich mich dann notfalls auch noch drauf einigen ist eine schöne Stadt!
00:55:58: Die Schnellfrage runde haben wir mal eben gecrashed.
00:56:01: Wir biegen nochmal wieder einen Schlagzeug oder Schreibtisch?
00:56:06: Habe ich noch nie gehört.
00:56:07: die Frage aber also Boah Ich sag immer so schreibtisch Aber ab acht Uhr nach Feier am Schlag
00:56:14: zurück.
00:56:16: Bühne oder Backstage?
00:56:18: Bühner.
00:56:20: Streaming oder Vinyl?
00:56:21: Vinyl.
00:56:23: Kleiner Club oder Festival?
00:56:25: Festival.
00:56:26: Frühaufsteher oder Nachtmensch?
00:56:27: Frühaufstär.
00:56:28: Dann
00:56:29: aktueller Lieblingssong?
00:56:36: Boah, wir schießen so viel in den
00:56:37: Kopf!
00:56:39: Lieblungskünstler?
00:56:40: Wen find's sogar
00:56:41: spannend?!
00:56:41: Also wenn ich grad einfach morgens zum Beispiel Spotify an mache – das sind übrigens bei Streaming vielleicht streaming doch die richtige Antwort gewesen – dann mach' ich meistens... Entweder Bonniver oder War on Drugs, also irgendwas in die entspannteren Indie-Bereich.
00:56:56: So muss ich schon sagen das sind schon die Sachen, die ich privat dann höre eher englisch sprachig.
00:57:01: Mit welchem Künstler würdest du gerne mal zusammenarbeiten?
00:57:04: Ganz klar Foo Fighters und Dave Grohl so dass es ist mein schon immer mein Hero gewesen ist aber wahrscheinlich sehr unrealistisch.
00:57:13: und ansonsten in Deutschland... Ich wollte immer.
00:57:18: Ganz krasser Künstler, der mich sehr inspiriert hat war immer Casper.
00:57:20: Ein deutschsprachiger Rapper.
00:57:23: mit dem würde ich auch keinen in einer Band spielen.
00:57:25: Abschlussfrage angenommen ein sechzehnjährige eine sechzenjährige irgendwo in der Grafstoffe oder auch sonst wo hört uns jetzt zu und träumt auch davon den Musikbranche Fuß zu fassen.
00:57:37: welchen Rat würdest du dieser Person mitgehen?
00:57:41: Spielen spielen spielen also immer die man die Möglichkeit hat irgendwie seine Kunst irgendwo darzustellen sei es auf einer Bühne oder auch auf Social Media Plattformen, raus damit wirklich Lernen und ganz viel Geduld haben.
00:57:54: Und aber vor allem auch fleißig sein.
00:57:56: also wenn du Bock hast Mucke zu machen schreib Songs versuch deine Stimme deine Identität zu finden und Schau dass sich das glücklich macht.
00:58:06: und wenn dich das berührt und emotionalisiert dann wird es auch andere Berühren und Emotionalisieren und dann findet er seinen Weg.
00:58:11: weil man braucht ganz viel geduld und ich sage auch immer Wenn man jetzt so ist, ich bin fertig mit der Schule und ich will eigentlich Musik machen.
00:58:19: Aber meine Eltern wollen das studieren.
00:58:20: Man kann das auch parallel machen.
00:58:22: Man muss halt schauen dass man sich dann irgendwie täglich oder jedenfalls in der Woche regelmäßig Zeit für die Musik nimmt... ...und um das auch fokussiert und ernsthaft zu machen.
00:58:31: Weil es ist nicht unbedingt so was man muss alles auf eine Karte setzen und so muss das sein.
00:58:35: Das ist auch etwas was langsam wachsen kann.
00:58:38: Lieben Dank, dass du da warst Lars.
00:58:40: Ich wünsche dir weiterhin alles Gute viel Erfolg und dass du hin und wieder dann doch auch nochmal nach Nordrhein zurückkommen kannst.
00:58:46: Danke schön!
00:58:46: Liebe
00:58:47: gerne danke hat sehr viel Spaß gemacht.
00:58:51: Das war hinter den Schlagzeilen ein Podcast der Graschafter Nachrichten.
00:58:55: Neue Episode gibt es alle vier Wochen auf gn-online.de slash podcast Und überall wo's Podcasts gibt.
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